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Freitag, 02 Dezember 2022

Spieltagsbericht 15./16.10.22

(tho) Licht und Schatten wechselten sich beim großen Heimspieltag des VfL Sindelfingen in der Sommerhofenhalle ab. Bei den hochklassigen Damenteams schmerzten zwei knappe 4:6-Niederlagen, wobei das Regionalliga-Quartett am Sonntag gleich Wiedergutmachung Betrieb. Die Männer in der Verbandsoberliga ergatterten gegen Ottenau wenigstens den ersten Punkt.

Am seidenen Faden hing das Ergebnis der Drittligafrauen gegen den TTC Weinheim II, der mit der bundesliga-erfahrenen Jennie Wolf und der Weißrussin Hanna Patseyeva nach Sindelfingen kam. Beide bekamen jedoch beim erfolgreichen Debüt von VfL-Nummer eins Anastassiya Lavrova ihre Grenzen aufgezeigt. Die Kasachin im Sindelfinger Trikot, von allen nur „Nastja“ genannt, gab in den Spitzeneinzeln nur einen Satz ab. Dass es nicht zum erhofften Punktgewinn gegen die Weinheimerinnen reichte, lag unter anderem am 0:2-Fehlstart aus den Doppeln, den man nicht mehr wettmachen konnte. Fatme El Haj Ibrahim war noch am nächsten dran, diese Scharte auszuwetzen, doch eine 2:1-Satzführung und zwei Matchbälle in der Verlängerung gegen Johanna Wiegand blieben ungenutzt. Alexandra Kaufmann hielt sich am hinteren Paarkreuz derweil schadlos. „In den Doppeln werden wir wohl umstellen, das sieht dann beim nächsten Mal besser aus“, meinte sie.

Erstmals mit der Japanerin Ayuki Kuriyama angetreten, waren die Gäste vom 1. FC Saarbrücken-TT für Regionalligist VfL Sindelfingen II etwas zu stark. Da half auch die wieder einmal starke Victoria Merz nicht, die sich in den Spitzeneinzeln (jeweils nach 0:2-Satzrückstand) gegen DM-Teilnehmerin Magdalena Hübgen und Isabelle Schütt durchsetzte. Die 12-jährige Fatme El Haj Ibrahim hatte gegen Schütt noch Pech (11:13 im fünften Satz), im zweiten Einzel gegen Hübgen bestätigte sie aber ihre ansteigende Form. Gab es beim 4:6 gegen Saarbrücken noch Grund zum Hadern, lief im Spiel gegen die DJK Offenburg II so ziemlich alles für die Sindelfingerinnen. Victoria Merz baute ihre beeindruckende Serie im Einzel auf 11:1 Spiele aus, auch Fatme El Haj Ibrahim gewann gegen die ehemalige Böblinger Bundesligaspielerin Petra Heuberger und gegen Linda Röderer. So rieb man sich nach einer gelungenen Ausbeute in den Doppeln und weiteren starken Auftritten von Natalie Bacher und Leonie Müller verwundert die Augen, als auf dem Spielbericht ein nicht für möglich gehaltener 10:0-Erfolg protokolliert wurde. Durchaus ernüchtert mussten die Südbadenerinnen, die sich im Vorfeld in der Favoritenrolle gesehen hatten, die Heimreise antreten.

Personell sieht es derzeit bei den Männern I in der Verbandsoberliga nicht optimal aus. In den Heimspielen gegen Ottenbronn und Ottenau ging es zu fünft ans Werk, da Thomas Barth - gesundheitlich noch angeschlagen – seine Spiele am mittleren Paarkreuz kampflos abgab. „Hätte er gespielt, wäre das Ganze natürlich deutlich enger geworden“, gab dann auch Ottenbronns Nummer zwei Kristian Tomsic zu. Der starke Carlos Dettling hatte einen „big point“ auf dem Schläger, doch ein Matchball gegen Ottenbronns Ausnahmespieler Christoph Schmidl wurde nicht verwandelt. So setzte es nach Punktgewinnen von Ivan Takac und Carlos Dettling (gemeinsam im Doppel und jeweils gegen Tomsic) gegen die Schwarzwälder eine 3:9-Niederlage.

Wenigstens reichte es dann gegen die SpVgg Ottenau nach einem Krimi über 3:15 Stunden zum ersten Punktgewinn der Saison. Ivan Takac, Carlos Dettling und Sven Stolz besorgten nach den ersten Einzeln die 4:2-Führung, danach legte Kapitän Mika Pickan nach. Im zweiten Durchgang waren erst die Gäste wieder obenauf, aber erneut Sven Stolz und Mika Pickan bescherten dem VfL den Gang ins Schlussdoppel, in dem Ivan Takc/Carlos Dettling das verdiente Remis sicherstellten.

In der Landesliga der Frauen punktete einzig Annika Richling gegen die SpVgg Weil der Stadt, ansonsten stand die VfL-Vierte beim 2:8 auf verlorenem Posten. Besser machten es die Männer III in der Bezirksklasse, die mit Daniel Stephan, Danijel Domuz, Jonas Scardanzan, Christoph Herrmann, Lukas Coulon und weiblicher Unterstützung von Elisabeth Kronich gegen Rutesheim mit 9:2 gewannen.