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Dienstag, 04 Oktober 2022

Saisonstart mit großem Heimspieltag

v.l.n.r. Alexandra Kaufmann, Anastassiya Lavrova, Fatme El Haj Ibrahim, Victoria Merz, Jasmin Lorenz-Kovacs, Trainer Oliver Appelt v.l.n.r. Alexandra Kaufmann, Anastassiya Lavrova, Fatme El Haj Ibrahim, Victoria Merz, Jasmin Lorenz-Kovacs, Trainer Oliver Appelt Markus Frey

 

(tho) Mit dem baden-württembergischen Derby gegen die TTG Süßen starten die Tischtennisfrauen des VfL Sindelfingen am Samstag in eine weitere Saison in der Dritten Bundesliga. Eine Liga, die mit spielstarker Konkurrenz aufwartet und in der das VfL-Quartett trotzdem möglichst sorgenfrei agieren möchte. Eine wichtige Rolle dürften dabei die Neuzugänge Anastassiya Lavrova und Alexandra Kaufmann spielen.

Eigentlich hatte man beim VfL Sindelfingen weiter mit der slowakischen Nationalspielerin Eva Jurkova geplant, die noch in der Rückrunde beteuerte, in Sindelfingen ihre sportliche Heimat gefunden zu haben. Doch dann die Kehrtwende: Eher spontan entschied sich die 26-jährige Medaillengewinnerin der Deaflympics, der Weltspiele der Gehörlosen, für eine Rückkehr in ihre Heimat. Adäquater Ersatz fanden die Sindelfinger Macher mit der Kasachin Anastassiya Lavrova, die nunmehr das VfL-Team anführt. Bei der 27-jährigen Angriffsspielerin, die auf der Rückhandseite mit kurzen Noppen agiert, handelt es sich in Tischtenniskreisen um kein unbeschriebenes Blatt, spielte sie doch zuletzt eine mehr als ordentliche Saison beim SV SCHOTT Jena in der zweiten Bundesliga (Gesamtbilanz im Einzel: 17:15). Dass der spielstarke Neuzugang auf internationaler Ebene im Einsatz ist, ist für Oliver Appelt Fluch und Segen zugleich. „Anastassiya muss nun am Wochenende beim WTT Contender in Almaty ran“, sagt der Sindelfinger Damentrainer, „das ist Voraussetzung, dass sie mit dem kasachischen Team demnächst bei der WM in China starten darf.“ Dementsprechend kommt es für sie am Samstag gegen die TTG Süßen (18 Uhr, Sommerhofenhalle) noch nicht zum Debüt im VfL-Trikot. „Tischtennis ist halt auch ein Einzelsport und so gilt es bei der Erstellung des Bundesliga-Terminplans oftmals andere Verpflichtungen der Spielerinnen zu berücksichtigen, was nicht immer möglich ist“, erläutert Appelt die missliche Lage, gleich zum Saisonstart wieder organisatorische Klimmzüge in puncto Aufstellung tätigen zu müssen. „Dass eine Mannschaft über eine ganze Spielzeit nur mit vier Spielerinnen antritt, lässt sich heutzutage kaum mehr realisieren“, ergänzt er. Und so würde viel Arbeit dahinterstecken, wenn es zu keinen terminlichen Überschneidungen der Sindelfinger Frauenteams kommen soll. „Das ist mir diesmal wieder gelungen, aber leider kam halt dieses Turnier dazwischen.“

Somit rückt beim Saisonstart Alexandra Kaufmann ans vordere Paarkreuz, wo sie zusammen mit der langjährigen Sindelfinger Konstante Jasmin Lorenz-Kovacs gegen Süßens Topleute zu Werke gehen darf. Die ehemalige Böblingerin Alexandra Kaufmann fokussiert sich derzeit auf ihre Trainerausbildung, möchte aber mit ihrer Erfahrung aus der ersten Liga ihr Scherflein dazu beitragen, dass sich der VfL tendenziell ins Mittelfeld orientieren kann. Gespannt darf man sein, wie sich die beiden VfL-Spielerinnen am Samstag gegen die unorthodox spielende Inderin Mallika Bhandarkar und die deutsche Nachwuchshoffnung Lea Lachenmayer aus der Affäre ziehen werden. Da mit Victoria Merz der dritte Sindelfinger Neuzugang noch außer Gefecht ist (Bänderriss) und die beiden Youngsters Fatme El Haj Ibrahim und Leonie Müller beim Niedersachsen-Cup an den Start gehen, wird sich Oliver Appelt aus dem erweiterten Kader des VfL bedienen müssen.

Die Regionalliga-Zweite, die im Nachgang noch drin blieb, steht am Sonntag bei den TTF Rastatt um ihre ukrainischen Spitzenspielerinnen Katerina Kiziuk und Neuzugang Alina Vydruchenko vor einer hohen Auswärtshürde (14 Uhr, Sporthalle Ludwig-Wilhelm-Gymnasium).

Neben den Drittligafrauen bestreiten drei weitere Sindelfinger Teams am Samstag (18 Uhr) ihre Heimpremiere in der Sommerhofenhalle. Gespannt darf man auf den Auftritt von Landesliga-Neuling VfL Sindelfingen II sein, der es zum Auftakt mit den Routiniers der SpVgg Mössingen zu tun bekommt. „Einzig und allein der Klassenerhalt ist das Maß der Dinge“, sagt Abteilungsleiter Carsten Seeger, der diesbezüglich jedoch Zuversicht ausstrahlt. Zum einen, weil mit Martin Herm (kam aus Ottenau), Thomas Bossmann (aus Musberg) und dem Alt-Internationalen Herman Hopman (aus Gerlingen) drei schlagkräftige Neuzugänge im Team stehen. „Und zum anderen steht uns zur Rückrunde Matthias Finkbeiner wieder zur Verfügung“, berichtet Seeger. Wie es um die Frühform bei den VfL-Männern steht, wird sich außerdem in der Sonntagspartie gegen TuS Metzingen (11 Uhr) zeigen.

Ebenfalls im Einsatz sind am Samstag die Männer III, die es in der Bezirksklasse mit dem ambitionierten Team aus Mötzingen zu tun bekommen. Parallel spielen auch noch die Männer IV (Kreisliga B) um Kapitän Helmut Augsburger gegen die SKV Rutesheim III.