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Montag, 29 November 2021

Spieltagsbericht 20./21.11.2021

(tho) „Wenn’s läuft, dann läuft’s“ – so lautete das lapidare Fazit von Sindelfingens Damencoach Oliver Appelt, nachdem seine Drittligamannschaft gegen den TV Hofstetten den vierten Sieg in Serie eingetütet hatte.

Der mit 6:1 auch noch überraschend hoch ausfiel. Auch ohne die slowakische Spitzenspielerin, die sich nach einer Meniskusoperation inzwischen wieder im Aufbautraining befindet, stellt die VfL-Erste ganz allmählich die Weichen in Richtung Klassenerhalt.

Bei genauerer Betrachtung steht außer Frage, dass der 6:1-Heimsieg etwas zu hoch ausgefallen ist. In allen Begegnungen über die volle Fünfsatzdistanz verbuchten die Sindelfingerinnen das bessere Ende für sich. Besonders eng wurde es im Doppel von Jasmin Lorenz-Kovacs und Nathalie Richter, die gegen Lea Fath/Julia Janitzek einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg umwandelten. Auch das erste Einzel von Jasmin Lorenz-Kovacs hätte theoretisch weggehen können, aber die Defensivkünstlerin setzte sich nach großem Kampf noch gegen Lea Fath mit 11:6, 9:11, 4:11, 11:9 und 12:10 durch. Als dann auch noch Melanie Rheinbay und „unser kleiner Schreihals“ Melanie Merk (Oliver Appelt) ihre Einzel gewannen, war im Prinzip die Entscheidung gefallen. Mit 8:10 Punkten hat sich der VfL nach zuletzt beeindruckenden Auftritten für’s Erste aus der Krisenregion der Tabelle entfernt. Oliver Appelt: „Mit Eva Jurkova war ich zuletzt vor zwei Wochen in Kontakt, sie arbeitet schon wieder fleißig im Kraftraum. Aus der Nähe von Kosice fiebert sie immer eifrig mit. Ich gehe davon aus, dass sie uns zur Rückrunde wieder zur Verfügung steht.“

Die Regionalliga-Frauen II sind zwar weiter sieglos, ergatterten aber das dritte Unentschieden in dieser Spielzeit. Das 5:5 gegen Kaiserslautern reichte jedoch nicht, um die rote Laterne an die DJK Offenburg II abzugeben, auf die man am 4. Dezember im letzten Vorrundenspiel trifft. Melanie Merk und Nathalie Richter hielten sich am vorderen Paarkreuz schadlos, aus Einzeln und Doppel ergatterten sie das Maximum von fünf Erfolgen. Youngster Laura Orda verkaufte sich am hinteren Paarkreuz teuer, die 14-jährige verbuchte immerhin zwei Satzgewinne für sich.

Mit großen Personalsorgen gingen die Sindelfinger Männer in der Verbandsoberliga in den Doppelspieltag. Ein Spieler fehlte, weil er ungeimpft ist, ein anderer war verhindert und Petr Machulka brach sich zuletzt die Hand und fällt für den Rest der Vorrunde aus. So kam es bei den favorisierten Kuppingern zum Vater-Sohn-Comeback von VfL-Abteilungsleiter Carsten Seeger und dessen Sohn Julian, die normalerweise eher in unteren Spielklassen zu Werke gehen. „Nachdem wir in den letzten Jahren kein gemeinsames Punktspiel bestritten, nutzten Julian und ich die Möglichkeit, wohlwissend, dass es bei den Kuppingern nichts zu holen geben dürfte“, so Carsten Seeger. Als die beiden zum Einsatz kamen, war in gewisser Weise schon eine Vorentscheidung zu Gunsten des TSV Kuppingen II gefallen. Alle drei Doppel gingen an den Gastgeber, wobei auch das Topdoppel Ivan Takac/Carlos Dettling der erstmals gemeinsam an den Start gehenden Formation Luka Jovicic/Maurice Engel gratulieren musste.
In den Einzeln war die Kuppinger Dominanz unverkennbar, wenngleich die Gäste vor allem durch ihre serbische Nummer eins Ivan Takac zu glänzen wussten. Takac setzte sich in den Topeinzeln gegen seine Landsmänner Bojan Veselinovic und Matija Jovicic durch und gestaltete so die unvermeidbare Sindelfinger Niederlage in einigermaßen erträglichem Rahmen. „Unser Ivan wächst in Spielen gegen vermeintlich bessere Gegner oft über sich hinaus“, erklärte Carsten Seeger die Auftritte des Sindelfinger Spitzenmanns. Thomas Barth besorgte dann noch mit einer feinen Leistung gegen Thomas Krammer den dritten Sindelfinger Zähler.

Am Sonntag in Ottenbronn sorgte Ivan Takac für das „Highlight des Tages“, als er dem ehemaligen Zweitligaspieler Christoph Schmidl die erste Saisonniederlage beibrachte. Das spannendste Spiel entschied Thomas Barth gegen Altmeister Michael „Mil“ Krumtünger für sich (12:10, 8:11, 5:11, 11:4, 12:10). Viel hätte nicht zum Gang ins Schlussdoppel gefehlt, aber Daniel Bacher musste knapp gegen den Ex-Böblinger und Schwarzwald-Bezirksmeister Alexander Sverdlik passen. Durch die zwei Niederlagen verabschiedete sich der VfL aus der Spitzengruppe in Richtung Mittelfeld. Da nicht damit zu rechnen ist, dass bis zur Winterpause in Bestbesetzung angetreten werden kann, gilt es nun vornehmlich, die Distanz zur Abstiegsregion zu wahren.

Die Landesklasse-Zweite schloss nach Punkten zu Tabellenführer TTC Ottenbronn II (12:0) auf, beim TV Calmbach II, dem Team mit den vier Müllers, gab es den sechsten Saisonsieg zu feiern. Dieser fiel mit 9:1 dann auch sehr deutlich aus. Mika Pickan und Daniel Bacher gaben am Spitzenpaarkreuz nur einen Satz ab, Alina Frey gewann gegen Calmbachs Nachwuchshoffnung Mo Müller mit 8:11, 11:7, 5:11, 13:11 und 11:8 und Ersatzmann Christoph Hermann gelang gegen Carsten Knöller beim 16:14 im fünften Satz ein Achtungserfolg.

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