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Spieltagsbericht 26./27.9.2020

(tho) Zahlreiche knappe Ergebnisse an den ersten Spieltagen deuten in diesem Jahr auf einen spannenden Verlauf der Regionalliga-Saison der Damen hin. Mitten drin der VfL Sindelfingen, der sich am Doppelspieltag zwei zum Teil dramatische Auswärtspartien mit den Teams aus Offenburg und Mülheim-Urmitz lieferte. Und letztendlich nach zwei 6:6-Unentschieden die Heimreise antrat.

Es waren zahlreiche positive Momente, die VfL-Damentrainer Oliver Appelt nach den zwei hohen Auswärtshürden veranlasste, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Da wäre zum einen das erfolgreiche Comeback von Jasmin Lorenz-Kovacs, die nach ihrer mehrmonatigen Pause nach der Geburt ihres Kindes in Offenburg fast wieder die Alte war. Gleich zu Beginn der Partie ließ sie mit einem Fünfsatzerfolg über die junge Bundeskaderspielerin Jele Stortz aufhorchen. Und im letzten Einzel des Abends sicherte Lorenz-Kovacs (3:0 gegen Melanie Hug) ihrem Team das verdiente Unentschieden. In den gut zwei Stunden zwischen diesen beiden Einzelauftritten waren es Eva Jurkova (2) und Melanie Merk (2), die sich in der Sindelfinger Erfolgsliste verewigten.

Beim Sonntagsgegner TTC Mülheim-Urmitz (ohne Geburtstagskind Jasmin Lorenz-Kovacs) zeigte sich Appelt besonders vom Auftakterfolg seines 14-jährigen Schützlings Melanie Merk über Annika Koch angetan. „Das war einfach ein Hammerspiel gegen die Abwehrspielerin, die es immerhin schon zwei Mal bei Deutschen Meisterschaften ins Achtelfinale geschafft hat“, zollte Oliver Appelt ein großes Lob. Mit 12:10, 11:8 und 11:9 setzte sich Merk nach „überwiegend perfektem Spiel und mit großer Ruhe“ gegen die gegnerische Nummer eins durch. „Wie stark eine junge Spielerin ist, zeigt sich vor allem im Duell gegen Defensivkünstlerinnen. Und da hat Melanie heute auf der ganzen Linie überzeugt“, so Appelt weiter. Zwar musste diese dann gegen die Chinesin Li Meng passen, im letzten Einzel gelang ihr gegen die Französin Melodye Blanchet dann aber der sechste Zähler, der das Remis sicherte. Zuvor hatten noch Eva Jurkova (3) und Natalie Bacher gepunktet.

In den zwei kommenden Auswärtspartien gegen Saarbrücken (10. Oktober) und Kaiserslautern (11. Oktober) wird sich zeigen, ob der VfL das Potenzial hat, in der Spitzengruppe um den Wiederaufstieg in die dritte Bundesliga mitzukämpfen.

In der Landesklasse bügelten die Damen IV die Auftaktniederlage gegen Aidlingen (3:8) postwendend wieder aus. Gegen den TTC Birkenfeld gewannen Heide-Karin Streitmatter, Celine Pistora, Mareike Spiess und Marlis Ziebarth mit 8:4, profitierten allerdings auch vom Fehlen einer vierten Spielerin beim Gegner. Die Landesklasse-Männer setzten sich im Bezirksderby bei Aufsteiger SpVgg Weil der Stadt II verdientermaßen mit 9:4 durch. Mit 4:1 erarbeitete man sich zu Beginn ein gutes Polster, der Vorsprung konnte dann auch bis ins Ziel verteidigt werden. Bei den stark aufgestellten Sindelfingern setzten sich vor allem Daniel Bacher und Martin Finkbeiner mit je zwei Einzelsiegen positiv in Szene.